Freeride oder Allmountain?

(c) Roman Knopf

Freeride oder Allmountain?

Welcher ist der richtige Freeride-Ski für mich?

Der Winter geht langsam dem Ende zu und der Winterschlussverkauf lockt mit attraktiven Angeboten, sowohl bei Sportmode als auch bei Sportartikeln. Mit dabei: ein breites Sortiment an unterschiedlichen Freeride-Skiern. Der Trend geht ganz klar zum „Allmountain-Ski“. Doch was ist damit überhaupt gemeint und wann benötigt ihr einen „Freeride-Ski“? Wo liegen die Unterschiede und welcher ist der richtige Ski für euch, mit dem ihr noch viele Jahre Freude haben werdet?

Um ein wenig Licht in den Freeride-Dschungel zu bringen und um euch bei der Entscheidung zu helfen, haben wir hier die wichtigsten Punkte und Unterscheidungsmerkmale zusammengefasst. Denn es gilt ein paar Punkte zu beachten, um den richtigen Ski für den entsprechenden Verwendungszweck zu finden.

 

 


 © Roman Knopf

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Die Mittelbreite

Beginnen wir mit dem wichtigsten Merkmal, mit der Mittelbreite. Damit ist die Breite des Skis an der schmalsten Stelle, unter der Bindung, gemeint. Ist ein breiterer Ski immer gleich besser? Das ist Auslegungssache und hängt davon ab, wo man den Freeride-Ski einsetzen möchte. Die Breite sorgt für den entsprechenden Auftrieb im Powder oder eben, bei geringer Breite, für die Wendigkeit auf der Piste. Aktuell erstreckt sich die skibreite am Markt zwischen 70 mm und 132 mm. Skier mit einer Breite von bis zu 85 mm sind ideale Pistenskier, wendig und dynamisch. Ideal für Einsteiger und fortgeschrittene Fahrer. Bis ca. 100/105 mm Breite spricht man von einem Allmountain-Ski, mit dem man sowohl auf der Piste als auch im freien Gelände seinen Spaß hat. Ob im frischen Powder, auf der präparierten Piste oder im weicheren Frühlingsschnee: Der Allmountain Ski ist die ideale Wahl für all jene, die sich nicht festlegen oder lieber flexibel sein möchten.

Von einem Freeride-Ski oder Powder-Ski spricht man ab ca. 105 mm. Spätestens ab einer Mittelbreite von über 115-120 mm sind die Skier für den tiefsten Powder gedacht und perfekt für all jene, die sich ausschließlich im Backcountry aufhalten. Auf einer präparierten Piste geht mit Skiern dieser Breite fast nichts mehr, da sie so gut wie keine Vorspannung erhalten.

Damit sind wir schon beim nächsten Punkt. Was bedeutet „Vorspannung“ in diesem Zusammenhang und was bewirkt sie?

Rocker vs. Vorspannung

Wenn ihr eure herkömmlichen Pistenskier flach auf den Boden legt, werdet ihr bemerken, dass sie hinten und vorne voll aufliegen, sich aber in der Mitte (unter der Bindung) vom Boden abheben. Das nennt man Vorspannung. Wenn Druck auf den Ski ausgeübt wird, verlagert sich die Spannung und überträgt sich auf die Kanten, die dabei auf den Schnee treffen. Diese Kräfte ermöglichen die Drehung des Skis und damit das Carven. Umso höher die Vorspannung eines Skis ausfällt, desto stabiler liegt er auf der Piste und umso präziser können Kurven gefahren werden.

Im Gegensatz dazu bieten Skier mit wenig bis gar keiner Vorspannung so gut wie keinen Halt auf der Piste und sind rein für nicht-präparierte Abfahrten konzipiert. Diese Modelle fallen meist mit einem entsprechenden „Rocker“ aus. Unter Rocker versteht man, wenn sich die Spitze und/oder das Hinterteil eines Skis sehr deutlich und in einem großen Radius vom Boden abheben. Ein Ski mit geringer Vorspannung und ausgeprägtem Rocker (High-Rocker) ist ideal für bewaldete Abfahrten, da er perfekt gleitet, sich aber dennoch problemlos wenden lässt. Ein Low-Rocker (nur die Skispitzen heben sich ab) ist hingegen auch für die Piste geeignet. Damit kann man etwa vormittags perfekte Schwünge im Powder ziehen und nachmittags auf die präparierte Piste ausweichen.

 

 


© Roman Knopf

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Die ideale Länge

Im Freeride-Bereich geht man von einer idealen Skilänge entsprechend der Körpergröße aus. In Wahrheit ist das aber reine Geschmackssache. Die einen mögen es, wenn die Skier länger sind, die anderen bevorzugen kürzere, leichtere Skier. Um herauszufinden welche Skilänge zu euch passt, empfehlen wir euch verschiedene Modelle im Terrain zu testen. Wir beraten euch dazu gerne!

 

Wann spricht man also von einem reinen Freeride-Ski?

Freeride-Ski sind vorwiegend für den Einsatz im freien Gelände konzipiert und nicht für präparierte Pisten. Diese Art von Ski ist an der schmalsten Stelle meistens über 95mm breit, um maximalen Auftrieb im Pulverschnee zu erzeugen. Abhängig vom Gelände variiert diese Breite zwischen ca. 95mm und 130mm, je nach topographischer Lage des Einsatzgebietes. Bei viel freier Fläche wird man einen breiteren Ski wählen als in einem stark bewaldeten Gebiet. Gleichzeitig haben Freeride-Skier so gut wie keine Vorspannung. Brauchen Sie auch nicht, denn im Gelände bedarf es keiner Kraftübertragung auf die Kanten, sondern besserer Gleiteigenschaften.

 

Facts:

  • Große Mittelbreite (95 mm – 130 mm)
  • Geringe Vorspannung
  • Ausgeprägte Rocker (an Spitze und/oder Hinterteil)
  • Perfektes Gleiten und idealer Auftrieb in großen Tiefschneemengen
  • Geringer Halt auf präparierten Pisten
  • Geringere Wendigkeit, größere Radien

 

Aktionsangebot: Rossignol Soul 7

  • Mittelbreite: 106 mm
  • Radius: 18 m
  • Taillierung/Sidecut (136-106-126 mm)
  • Gewicht: 1850 g (bei einer Länge von 180 cm)
  • Tip & Tail Rocker

aktuell im WSV für € 470,- statt € 649,- ohne Bindung anbieten.


 

Was ist ein Allmountain-Ski?

Allmountain-Skier sind, wie der Name schon sagt, für jedes Terrain konzipiert und sehr vielseitig ausgelegt. Sie bieten Halt auf harten Pisten, ermöglichen präzises Carven und eine ideale Kraftübertragung auf die Kante. Mit einer größeren Mittelbreite als reine Pistenskier sind sie gleichzeitig ideal für das freue Gelände. Diese Art von Ski funktioniert fast überall und ist der ideale Begleiter für all jene, die sich nicht festlegen wollen oder gerne on- und off-Piste unterwegs sind.

 

Facts:

  • Mittelgroße Mittelbreite
  • Rocker für jedes Gelände
  • Auftrieb, Geländeanpassung und Stabilität in einem
  • Optimaler Halt auf präparierten Pisten
  • Sehr wendig, kleinere Radien möglich

 

 

Aktionsangebot: Salomon XDR 80TI

Eigenschaften bei einer Länge von 176 cm

  • Mittelbreite: 80 mm
  • Radius: 15 m
  • Taillierung/Sidecut (127-80-110 mm)
  • Gewicht: 1897 g
  • All Terrain Rocker

nun im WSV für € 549,- inklusive Bindung, statt bisher € 699,-